Elternkreis suchtkranker Kinder und Jugendlicher Bad Neuenahr-Ahrweiler
Elternkreis suchtkranker Kinder und Jugendlicher                    Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Der Elternkreis suchtkranker und –gefährdeter Jugendlicher hatte am 02.08.2017 hohen Besuch. Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Familie war bereits zum zweiten Mal Gast der Selbsthilfegruppe.

 

Diese SGH besteht bereits seit ca. 40 Jahren und ist weit und breit die einzige dieser Art. Betroffene Eltern kommen nicht nur aus dem Kreis Ahrweiler, sondern auch aus den Kreisen Bonn, Euskirchen, Siegburg, Neuwied, Koblenz und Altenkirchen.

 

Im Elternkreis treffen sich Eltern, die alle das gleiche Problem haben, nämlich ein suchtkrankes Kind. Meist handelt es sich dabei um Drogensucht (Cannabis, Amphetamine, und zunehmend mehr um Legal Highs), aber in den letzten Jahren melden sich auch zunehmend Eltern, deren Kinder Alkoholprobleme haben oder spielsüchtig sind.

 

Wie es ist, einen Süchtigen in der Familie zu haben, weiß nur jemand, der es selbst erlebt hat. Süchtige sind gefangen in ihrer Sucht und beherrschen durch ihr Verhalten und ihre Probleme vor allem die Angehörigen. Die Eltern sind verzweifelt, ohnmächtig, wütend, hilflos. Ohne es zu merken, werden sie meist zu Helfershelfern der Sucht. Das Ergebnis sind dann erschöpfte und ausgelaugte Familien. Erst wenn die Grenze des Erträglichen erreicht ist, suchen Angehörige Hilfe außerhalb der Familie.

 

Im Kreise von Gleichbetroffenen können die Angehörigen offen über ihre Sorgen, Nöte und Ängste sprechen. Sie unterstützen sich gegenseitig, die quälende und unnütze Suche nach der Schuld aufzugeben. Sie helfen sich, ihr eigenes Leben zu gestalten und die Suchtbelastung der Jugendlichen nicht mehr zu verleugnen oder zu verstecken, sondern sich dazu zu bekennen. Sie lernen, dass sie nur durch eine Veränderung des eigenen Verhaltens die festgefahrene Situation mit dem Süchtigen wieder in Bewegung bringen können.

 

In den Bemühungen um das suchtkranke Kind gibt es häufig große Probleme mit Ärzten, Kliniken, Ämtern und Behörden, wie Jugendamt.  So gibt es z. B. im Kreis Ahrweiler keinen substituierenden Arzt, keine Entgiftungsklinik und nur eine Beratungsstelle für diese Patienten. Dementsprechend lange sind dort die Wartezeiten.

Es liegt Vieles im Argen und aus diesem Grunde hatten die Eltern Frau Bätzing-Lichtenthäler eingeladen.

 

Mit Interesse hat die Ministerin den Ausführungen der Eltern zugehört und war bei manchem erstaunt und  betroffen. Sie zeigte sehr großes Verständnis und versprach, sich für die Belange der Eltern einzusetzen.

 

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